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So erstellt man gute 3D-Drucker Zeitrafferaufnahmen

Vorab erstmal schön das dich 3D-Drucker Zeitraffer genau so interessieren wie mich. Fangen wir mal an!

Am Anfang schaut man ja erstmal im Internet was es alles so gibt wie im Video erwähnt gibt es verschiedene Möglichkeit wie zum Beispiel mit einen Raspberry Pi und der Software Octoprint welches ein Plug-in namens Octolapse hat, einen Zeitraffer zu erstellen. Da ich mich leider im Moment noch nicht damit auskenne und ich schnell eine Lösung haben wollte, fiel das schon mal ins Wasser. Dann habe ich einen Beitrag auf PrusaPrinters gefunden welches, erstmal interessant Klang da sie keinen Raspberry Pi mit OctoLaps benutzen, sondern was Eigenes gemacht haben. Aber da sie das leider noch komplizierter gemacht haben musste was Eigenes her.

Da kam ich dann auf die Idee, einfach einen Fernauslöser für meine Kamera zu kaufen und dann einfach den Druck Kopf mit einen Adapter dagegen fahren zulassen. Gesagt getan und ich habe erst mal geschaut, was es den schon so für Modelle gibt, aber keins hatte mir zugesagt, deswegen habe ich mir von BerryPB Modell den “Trim” genommen und erst mal in Fusion360 nachgebaut und gedruckt.

Version 1

Dann dachte ich mir okay, das passt, aber wenn ich damit was drücken will, muss es über den ganzen Extrudermotor gehen, damit es auch hält und nicht einfach wieder abfällt. Also bin ich wieder in Fusion360 gegangen und habe es verlängert.

Version 2

Nachdem es wieder gepasst hat, musste ich mir noch überlegen, wie drücke ich den jetzt den Auslöser? Ich dachte mir ganz einfach, ich mache einfach einen Zylinder da dran, damit ich dann den Auslöser drücken kann.

Version 3

Als Version 3 dann auch gepasst hat, habe ich angefangen den Halter für den Fernauslöser bauen. Also habe ich ein neues Projekt in Fusion360 gestartet und angefangen zu modellieren. Ich habe mir gedacht, dass ich den Auslöser oben in der Ecke von meinen 3D-Drucker anbringen möchte, da ich dort ein Hexagon-Loch habe. Als ich es fertig modelliert hatte, wurde es erst mal gedruckt

Halter V1

Leider hat es nicht direkt gepasst wie bei allen anderen Versuchen vorher. Aber das ist kein Problem, ich musste es einfach nur verlängern, damit es passt.

Halter V2

Dieser hat dann endlich gepasst, aber jetzt kommen wir zum nächsten Problem es dauert zu lange, wen der Drucker immer nach ganz oben fahren muss und dann nach ganz rechts nach jeder Druckschicht. Als ich das gemerkt habe, dachte ich mir verdammt, ich schaffe das nicht. Ich bekomme das nicht hin, aber ich habe nicht aufgegeben und bin noch mal auf PrusaPrinters und dann habe ich von dancan13f das Model “Timelapse Clock Holder for Prusa I3 MK3S” gefunden und da war ein perfektes Teil dabei, nämlich den “timelapseclockholder1”. Das ist ein Model, welches rechts auf die x-Achse geschraubt wird und in seinem Fall eine Uhr hält, aber ich kann bestimmt mein bisheriges Model um modellieren, damit es daran passt und ich habe es hinbekommen, wie man im Video sieht und das hier ist das Endergebnis

Halter V3

Jetzt funktioniert der Halter aber unserer Drücker, der kann die Taste nicht mehr drücken, also müssen wir hier noch mal rann und den Zylinder ein bisschen nach oben und nach links setzten. Zur Sicherheit, dass er nicht bricht, da habe ich die Seiten ein bisschen “abgerundet” und die vordere Seite zugemacht in Fusion360.

Version 4

Es ist fast perfekt nur der Zylinder von Version 4 ist zu kurz, weshalb ich ihn um 10 mm verlängern musste und jetzt passt alles perfekt.

Jetzt passt alles, wir müssen nur noch dem Drucker sagen, das er auch den Knopf drücken soll nach jeder Sicht. Und das ist relativ einfach ihr müsst den Code wie bei mir im PrusaSlicer erst mal die Druckereinstellungen aufrufen und dann unter dem Punkt G-Code am Schichtende folgendes einfügen:

G90
G1 F9000 X249 Y200; Schnelle Bewegung hin
G4 S0; Warten bis Bewegung zuende
G1 F1000 X254; Genauer Druck
G4 P700; Halten fuer 700ms
G1 F9000 X240; Schnelle Bewegung zurueck

So jetzt wissen wir wie wir die Fotos mache aber wie machen wir daraus ein Video ? Wie dieses:

https://maxihilger.de/wp-content/uploads/2020/12/TestBeispiel.mp4

Mein Ablauf kann ein bisschen anders sein als eurer, aber das ist kein Problem. Ich fange erst mal damit an das ich meine Fotos von der SD-Karte in Adobe Lightroom importiere. Lightroom kann man dafür nutzen, die Fotos dann noch ein bisschen schöner zumachen, aber ich benutze es hauptsächlich dafür, dass ich bei meinen Fotos fortlaufenden Nummern bekomme, wie man hier sieht.

Dies er leichtert mir dann das importieren in Adobe Photoshop, da ich dann bei der Option Bildsequenz einen Haken setze und er die Bilder dann nach und nach hintereinander anordnet und importiert.

Wenn ihr dann die Fotos importieren wollt, werdet ihr gefragt, in welcher Framerate diese importiert werden sollen, das kommt immer auf euren Anwendungsfall an, bei mir ist es 60 Frames, da ich meine Videos auch mit 60 FPS hochladen.

Nachdem ihr dann eure Framerate ausgewählt habt, importiert Photoshop die Fotos ganz normal, aber ihr bekommt jetzt rechts angezeigt, das es sich um eine Videogruppe handelt.

Ihr könnt jetzt noch nichts mit der Videogruppe machen, ihr müsst erst eure Oberfläche umstellen auf Bewegung, dieses könnt ihr oben rechts tun wie auf dem Foto zusehen.

Nun könnt ihr das Video noch ein bisschen bearbeiten oder wenn es schon passt für euch direkt exportieren bzw. in diesen Fall rendern. Ihr kommt da ganz leicht hin einfach oben auf Datei, dann die Maus über den Reiter Exportieren ziehen und dann den vorletzten Punkt auswählen welches “Video rendern…” ist.

Danach könnt ihr noch auswählen, wie das Video heißen soll, wo es gespeichert werden soll, und ganz wichtig, in welcher Größe es gespeichert werden soll. Welche Größe für euch am besten ist, kommt wieder auf euren Anwendungsfall an, bei mir ist es 2K, da ich dann noch ein bisschen im Video ran zoomen kann, ohne Qualität zu verlieren.

Und das war es auch schon so einfach ist das aus Zeitraffer-Fotos ein Zeitraffer-Video zumachen.